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Midden, The

Midden, The

Okay, die erste CD ?Le Bordel? (s.a. Folker! 5/03) war ein charmanter Versuch, mal testen, wie kalt das Wasser ist. Wir alle wissen natürlich, dass das Wasser verdammt kalt ist, aber die drei Reid-Geschwister wären keine wahren Töchter Schottlands, wenn sie sich von einer solchen Kleinigkeit abhalten ließen. Mit anderen Worten: Mit ihrer zweiten CD machen die Mädchen ernst! Nicht dass sie über Nacht perfekt geworden wären, wo gibt's denn so was, aber diese CD ist ein Riesenschritt nach vorne. Bei der Bearbeitung von Traditionals und Instrumentals waren The Midden bereits Spitze, nun sind die Arrangements noch vielfältiger und spannender, Kates Stimme ist voller und variationsreicher, eine echtes Erlebnis, der Harmoniegesang klingt noch enger, Hazel entwickelt sich zu einer veritablen Multiinstrumentalistin und auch Meggans Fiddlespiel strotzt nun vor Selbstvertrauen.
Überhaupt Meggan Reid! Sie hat den größten Sprung gemacht, denn sie ist verantwortlich für alle fünf Eigenkompositionen, allesamt weitaus reifere Werke als die auf dem Erstling. Songs wie "Silver Frame" setzen sich auf's angenehmste für Tage in den Gehörgängen fest, Ohrwürmer nennt man so was. Kompliment!
Ich wage mal eine Prognose: Wenn sich The Midden musikalisch in diesem Tempo weiterentwickeln und managementmäßig aufpassen, dann sind sie in spätestens in fünf Jahren nicht nur reif für sämtliche Folkclubs Europas, sondern auch für die in Nordamerika oder Australien. Genau, dann sind sie eine richtig große Nummer. Und denkt dran, im Folker! stand es zuerst.(Mike Kamp, Folker Nov. 2004)

Homepage: http://www.the-midden.com